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Malbec World Day zu Gast in Frankfurt

Das argentinische Generalkonsulat organisierte bereits zum zweiten Mal eine fast komplette Präsentation deutscher Importeure

Seit einigen Jahren hat das ar- gentinische Weinmarketing in- ternational einen »Malbec World Day« etabliert, der in einigen Ländern intensiv, in anderen zumindest ein wenig zelebriert wird. In Deutschland wurde er dieses Jahr zum zweiten Mal veranstaltet, organisiert vom ar- gentinischen Generalkonsulat in Frankfurt. Der Besuch war gut, die Veranstaltung im repräsenta- tiven Ambiente der Villa Bonn in Frankfurt ist außerhalb der Pro- Wein der einzige nennenswerte ö entliche Auftritt Argentiniens in Deutschland.

Der eigentliche Malbec-Tag ist der 17. April, als Erinnerung an den gleichen Tag im Jahr 1853, als Präsident Domingo Faustino Sarmiento den Franzosen Michel Aimé Pouget beauftragte, neue Rebsorten aus Europa zu brin- gen. Unter diesen neuen Reb- sorten befand sich der Malbec – damals noch die meistangebaute Sorte der Region Bordeaux. Die Bedeutung des Malbec für die ar- gentinischen Weinwelt, den ak- tuellen Stand des argentinischen Weinbaus mit vielen Neuerungen sowie Vergleiche zu früheren Arbeitsweisen verdeutlichte ein mit vielen Fotos illustrierter Vortrag des Argentinien-Experten Jürgen Mathäß für einen Zuhörerkreis von 60 Personen.

Im Gegensatz zum englischen Europabüro der Organisation Wi- nes of Argentina hat sich der erst seit gut einem Jahr in Deutsch- land stationierte Frankfurter Generalkonsul Edgardo Mala- roda sehr dafür eingesetzt, in Deutschland mit Weinpromotion Flagge zu zeigen. Er hatte sich schon an früheren Schauplätzen, unter anderem in Frankreich, stark für Wein engagiert. 14 Im- porteure sowie drei Bodegas auf der Suche nach einem Importeur folgten dem Ruf nach Frank- furt. Da Spezialisten wie Baires, Hö erle, Wine & Food Concept, Santos, Argentinien Import oder Paci c Wine mehrere Bodegas vertreten, waren die Weine von mehr als drei Dutzend Erzeu- gern zu verkosten.

Die verschiedenen Räume, in denen sich die Aussteller prä- sentierten, waren dicht gefüllt. Zwar wollten am späteren Nach-
mittag auch viele Konsumenten ein wenig argentinischen Wein schnuppern, doch zeigten sich die Aussteller durchweg zufrie- den auch mit dem Besuch von Fachpublikum. Die vertretenen Importeure und Firmen waren Ardau, Divinos y Divinas, Dos- malbec, Witt, Hö erle, Langen- bach, Moët Hennessy, Naturian, Paci c Wine, Rindchenʼs Wein- kontor, Wine & Food Concept, Vollmer und Weinvertrieb Santos.

Auch bei dieser Veranstaltung zeigte sich, dass der deutsche Importhandel seine Aktivitäten weitgehend auf ein Preisniveau von etwa 10 Euro stützt. Das unterscheidet Argentinien etwa vom Konkurrenten Chile, der aufgrund seiner billigen Europa- füllungen eher als »preisgüns- tiges Erzeugerland« angesehen wird. Andererseits sind die Im- porteure nicht immer bereit, ne- ben mittelpreisigen Linien auch die hochwertigen Malbecs aus sorgfältig gep egten Einzellagen anzubieten, die sich auf dem Preisniveau europäischer Spit- zenweine bewegen.